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Fit am Bildschirm: Tipps für gesunde Augen

Tipps von Laufszene BGM-Experte Kenny Schaffrath

Nach acht Stunden am Laptop greifen wir zum Smartphone und spätestens jetzt brennen die Augen und wir werden unkonzentriert. Viele kennen dieses dumpfe, ermüdende Gefühl nur zu gut. Aber woran liegt das und was kann man dagegen tun?

Kenny Schaffrath, BGM-Experte bei der Laufszene, erklärt, was dabei im Körper passiert und wie ihr mit einfachen Routinen eure Augen durch die Bildschirmzeit bringt.

Warum eure Augen am Bildschirm müde werden

Lange Bildschirmzeiten gehören für viele zum Job, sei es im Büro oder im Homeoffice. Wenn ihr konzentriert auf den Monitor starrt, blinzelt ihr deutlich seltener. Dadurch werden eure Augen weniger befeuchtet und sie fühlen sich trocken oder brennend an. Gleichzeitig lässt mit der Zeit die Stabilität eurer Haltung nach. Ihr rutscht näher an den Bildschirm, verfällt in eine Rundrückenhaltung und spannt die Nacken- und Rückenmuskulatur unnötig an.

TIPP 1: Die 20-20-20-Regel – euer Mini-Workout für die Augen

„Alle 20 Minuten für 20 Sekunden ein 20 Fuß entferntes Objekt anschauen", sagt Kenny. (20 Fuß entsprechen etwa 6-7 Metern.) Das kann der Blick aus dem Fenster, ans andere Ende des Flurs oder auf eine weit entfernte Wand sein. Hauptsache, euer Blick löst sich vom Monitor und wandert in die Ferne. So bekommt der Fokus eurer Augen Abwechslung, ihr blinzelt wieder häufiger und die Augenoberfläche wird besser befeuchtet.

Im Idealfall nutzt ihr diese 20 Sekunden auch für einen kleinen Haltungswechsel: Steht kurz auf, tretet einen Schritt zurück und lockert die Schultern. Das entlastet nicht nur die Augen, sondern gibt auch der Körperhaltung einen kleinen Reset.

Und wie erinnert ihr euch daran? Kenny nennt eine einfache Lösung: sich aktiv Erinnerungen setzen, zum Beispiel mit einem kleinen analogen Wecker, der regelmäßig daran erinnert, den Blick zu lösen. Oder ihr nutzt digitale Tools, die mit einem kurzen „Bing“ an die nächste Pause erinnern, z. B. >>> HIER

TIPP 2: Pausen, die sich von allein ergeben

Gerade in Hochphasen auf der Arbeit haben viele das Gefühl, keine Zeit für Pausen zu haben, dabei sind diese dann besonders wichtig.

Nutzt die Pausen, die sowieso anfallen, bewusster. Sie sind eine gute Gelegenheit, um Körper und Augen kurz zur Ruhe kommen zu lassen. Der Gang zur Kaffeemaschine, zur Toilette oder die Mittagspause sind perfekte Momente, um abzuschalten und den Blick vom Bildschirm zu lösen. Bleibt einfach einen Moment länger stehen, schaut bewusst aus dem Fenster und lasst eure Augen in die Ferne schweifen. Ein paar leichte Dehnübungen tun zusätzlich gut, so entspannt nicht nur euer Körper, sondern auch euer Geist.

Wenn ihr den ganzen Vormittag gesessen habt, esst doch mal im Stehen. So ändert ihr automatisch eure Haltung und gebt eurem Körper und euren Augen eine kleine Auszeit.

TIPP 3: Die 30-Sekunden-Notbremse bei brennenden Augen

Wenn ihr merkt, dass eure Augen bereits zu brennen beginnen, solltet ihr schnell reagieren: „Dich vom Bildschirm abwenden, aufstehen und ein paar Meter gehen“, rät Kenny als Soforthilfe. Geht zum Beispiel kurz zum Fenster oder einem eurer Kollegen und wechselt ein, zwei Sätze mit ihnen oder konzentriert euch für einen Moment auf etwas anderes. Schon nach etwa 30 Sekunden hat euer Blick etwas Neues zu verarbeiten, ihr blinzelst wieder häufiger und könnt euch anschließend mit frischem Gefühl erneut an die Arbeit setzen.

TIPP 4: Licht und Haltung vor Spezialbrille

„Wir brauchen keine Computerbrillen oder Blaulichtfilter", sagt Kenny klar. Aus seiner Sicht sind gute Rahmenbedingungen viel entscheidender: ein heller Arbeitsplatz, idealerweise mit Fenster, eine passende Lichtquelle und ein ergonomisch eingerichteter Schreibtisch.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, nutzt einen höhenverstellbaren Tisch, um zwischen Sitzen und Stehen zu wechseln. Vielleicht bietet es sich an, nach der Mittagspause im Stehen weiterzuarbeiten. Das bringt automatisch Bewegung in deinen Alltag und hält euch wach. Achtet darauf, immer wieder in eine aufrechte Position zurückzukehren und nicht „in den Bildschirm hineinzurutschen”. Manchmal lohnt sich auch eine professionelle Arbeitsplatzanalyse durch Physiotherapeuten oder geschultes Fachpersonal, um Bildschirmhöhe, Stuhl, Tisch und Lichteinfall individuell zu optimieren.

TIPP 5: Was Arbeitgeber zusätzlich tun können

Auch Arbeitgeber können viel dazu beitragen, dass ihre Mitarbeiter gesund durch die Bildschirmzeit kommen. Neben einer ergonomischen Ausstattung bieten Gesundheitstage eine gute Gelegenheit, um das Thema Augengesundheit aufzugreifen. Unternehmen können beispielsweise Augenärzten oder Optikern einladen, um Sehtests durchzuführen und individuell zu klären, ob eine (neue) Brille sinnvoll ist.

Solche Angebote helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor sie sich zu dauerhaften Beschwerden entwickeln. In Kombination mit Aufklärung über einfache Routinen wie die 20-20-20-Regel, kleine Bewegungspausen und ergonomische Einstellungen entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem konzentriertes Arbeiten und Gesundheit Hand in Hand gehen.

Kennys wichtigster Augen-Appell

„Auch wenn man Termindruck und Stress hat, steht die eigene Gesundheit im Vordergrund“, betont Kenny. Kleine Helfer wie ein Timer, kurze Blicke in die Ferne, ein paar Schritte zwischendurch oder das Mittagessen im Stehen sind schnell umgesetzt und zahlen sich aus. So kommt ihr nicht nur gut, sondern auch mit klarem Blick durch die Bildschirmzeit.

Kenny hat Prävention und Gesundheitsmanagement studiert und arbeitet seit 2018 bei der Laufszene Events GmbH. In seiner Rolle im Betrieblichen Gesundheitsmanagement begleitet er unter anderem Gesundheitstage und Firmenevents und entwickelt Projekte, die Mitarbeiter fitter und gesünder durch den Arbeitsalltag bringen.

KONTAKT
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Für weitere Informationen oder Anfragen im Bereich BGM steht euch Kenny per E-Mail unter: bgm@laufszene-events.com oder telefonisch unter 0351 207815208 zur Verfügung.